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Bourkesittich (Neopsephotus bourkii):


Hier unsere "Bille", Rosa, und noch sseehhrr schüchtern - sie wollte sich nicht fotografieren lassen!


Unseren Bourkesittich-Hahn "Sebastian", Wildfarbe, stört das dagegen überhaupt nicht!


Trotzdem habe ich heimlich mein 1. Bourkesittich-Pärchen "Bille" und "Sebastian" beim Turteln "erwischen" können (daher leider auch die schlechte Bildqualität)!


Mein 2. Bourkesittich-Pärchen "Romeo", Wildfarbe, und "Julia", Rosa. Kurz vor dem "Abdrücken" kamen die Dia's angeflogen, weil sie unbedingt mit auf das Bild wollten!

Der Bourkesittich, oder auch Rosenbauchsittich, gehört auch zu den eigentlichen Papageien. Entdeckt wurde er 1835 von Sir Thomas L. Mitchell, beschrieben wurde er 1841 von John Gould und benannt wurde er nach General Sir Richard Bourke (1777-1855), der von 1831-1837 Gouverneur von New South Wales war. Früher wurde der Bourkesittich zu den Grassittichen gezählt - heute ist es jedoch eine eigene Gattung. Der Bourkesittich ist im inneren Landesteil von Australien zu Hause - und zwar in den offenen, trockenen Strauchsteppen, die mit Akazien bewachsen sind. Sie leben dort paarweise, in Gruppen oder auch mal in großen Schwärmen (hauptsächlich während der Trockenzeit).  Ihre Lebenserwartung liegt zwischen 10-12 Jahren. sie werden etwa 20-22 cm groß und haben ein Gewicht von ca. 30-50 Gramm. die Weibchen haben das blaue Stirnband nur andeutungsweise, Kopf und Schnabel sind kleiner und sie sind matter als die Hähne. Die Jungvögel ähneln den Hennen. Die Augen der Bourkesittiche sind,verglichen mit ihrer Körpergröße, verhältnismäßig groß!

Verhalten:

Bourkesittiche sind dämmerungsaktiv, d.h., dass sie bevorzugt am Morgen und am Abend oder in mondhellen Nächten aktiv sind. Tagsüber sind sie sehr ruhig und verstecken sich gerne unter Ästen und Blattwerk. Sie fliegen meist dicht über dem Boden und halten sich auch gerne dort auf, um Nahrung zu suchen, die hauptsächlich aus Pflanzensamen und Gras besteht. Sie sind Höhlenbrüter. Bourkesittiche baden nicht so oft - lassen sich lieber beregnen/besprühen, aber sie brüten gerne nach Regenfällen.

Haltung:

Der Bourkesittich ist ein angenehmer Heimvogel, der nicht nagt und nicht schreit. Er ist verträglich, wird zutraulich und hat eine melodische Stimme, die reizendes Gezwitscher hören lässt. Er ist leicht zu halten, aber noch nicht so populär wie Wellen- oder Nymphensittiche. Er kann außerhalb der Brutzeit mit Artgenossen, Prachtfinken, Wellen- und Nymphensittichen zusammen gehalten werden. Während der Brutzeit sollte er jedoch isoliert werden. Ansonsten gelten die gleichen Unterbringungs- und Haltungsbedingungen wie für Wellen- und Nymphensittiche. Der Bourkesittich sollte in einem sehr großen Käfig, besser Voliere, gehalten werden und benötigt sehr viel Freiflug, weil er sonst schnell zur Verfettung neigt!

Ernährung:

Neophemen-Mischung, Großsittichfutter - aber ohne Sonnenblumenkerne, da Bourkesittiche sonst zu Verfettung neigen, Wellensittichfutter oder Waldvogelmischung, Obst, Gemüse und Kräuter wie für Nymphensittiche, Pflanzen- und Grassamen, Beeren und frische Knabberzweige! Täglich frisches Wasser ist selbstverständlich!

Brut:

Paare sollten während der Brutzeit isoliert werden und es sollten auch nur 2-3 Bruten im Jahr zugelassen werden. Bourkesittiche sind im ersten Jahr fortpflanzungsfähig, sollten aber erst mit 12-15 Monaten zur Brut zugelassen werden. Das Gelege, das durchschnittlich aus 3-8 Eiern besteht, wird vom Weibchen bebrütet. Die Henne wird in dieser Zeit vom Hahn gefüttert! Die Brutdauer beträgt ca. 18 Tage. Nach ca. 4 Wochen sind die Jungvögel flugfähig und nach ca. 2 weiteren Wochen sind sie selbstständig und futterfest!

Farbschläge:

Wildfarbe, Rosa, Gelb, Blau, Zimt und Schecke.


Tauben (Columbidae):

Die Diamanttaube (Geopelia cuneata):


Mein Diamanttauben-Pärchen: "Jenny" und "Johnny"!

Die Diamanttaube gehört zur Gattung der Indo-australischen Kleintauben (Geopelia). Sie ist ein kleiner Vertreter ihrer Art und erreicht eine Größe von 18-20cm und ein Gewicht von gut 40 Gramm! Beide Geschlechter sind von der Färbung her fast identisch. Die Farbe ist blaugrau und die Weibchen haben in der Rückengegend ein leichtes Braun. Die tausend kleinen, weißen Pünktchen, mit denen das Gefieder überzogen ist, gaben der Diamanttaube ihren Namen. Sie haben einen kleinen, rundlichen Kopf und der Schnabel ist grau, länglich und schmal. Das markanteste Merkmal der Diamanttaube ist die orange, unbefiederte Haut rund um die Augen, die bei Hahn breiter und rötlicher ist.  Diamanttauben leben in weiten Teilen Australiens. Sie bevorzugen trockene Wälder, Buschland, Grasland und Steppen sowie Kleingewässer. Diamanttauben werden ungefähr 10 Jahre alt!

Verhalten:

Diamanttauben sind tagaktiv, schnelle und gewandte Flieger, halten sich aber meistens auf dem Boden auf, um dort ihre Nahrung zu suchen. Sie leben in kleinen Schwärmen, bis ca. 40 Tiere, die dann gemeinsam auf Nahrungssuche gehen. Wenn es sehr heiß ist, sieht man sie regelmäßig beim Staubbaden im Sand. Meine Dia's baden aber auch sehr gerne in Wasser und lassen sich auch gerne beregnen/besprühen!

Haltung:

Trotz ihrer geringen Größe, sollten Diamanttauben nur in Volieren gehalten werden, weil sie sehr gute Flieger sind. Die Haltung in einer Gemeinschaftsvoliere, mit anderen friedlichen Geierchen, geht ohne Probleme! Meine Diamanttauben leben z.Zt. mit Kanarien, Bourke- und Nymphensittichen zusammen. Dabei ist von Vorteil, dass die Täubchen ihre Nahrung am Boden suchen - somit wird kein Körnerfutter "verschwendet"!

Ernährung:

Diamanttauben ernähren sich hauptsächlich von Sämereien (Wildkräutersamen, Unkrautsamen, Knäulgras usw.). Sie fressen aber auch Kanarien- und Sittichfutter.

Brut:

 Diamanttauben sind sehr früh, mit ca. 3 Monaten, geschlechtsreif. Die Paarung erfolgt meist ganzjährig. Die Henne legt ca. 2-3 Eier, die dann ungefähr 14 Tage bebrütet werden. Nach weiteren 14 Tagen sind die Jungtauben flügge und verlassen das Nest. Danach werden sie allerdings noch weitere 2 Wochen zugefüttert. Beide Elternteile brüten und füttern! Die geschlüpften Täubchen haben eine weißlich-bräunliche Daunenfärbung und werden in den ersten Tagen mit Kropfmilch gefüttert.


Kanarien:

Und hier sehen Sie meine beiden Kanarie-Pärchen:


"Alex(a)" und "Jimmy", leider weiß ich immer noch nicht genau, ob es ein "Alex" oder eine "Alexa" ist! Im August 07 leider beide ganz kurz hintereinander verstorben!


"Susi" und "Tommy"! Mein Tommy ist mittlerweile schon über 9 Jahre alt! "Susi" ist leider heute, 02.05.09, verstorben!

Die Kanarienvögel kommen von den kanarischen Inseln - daher auch der Name - und stammen vom Kanariengirlitz ab! In ihrer Heimat streifen sie in großen Schwärmen durch die Wälder.

Verhalten:

Zur Brutzeit suchen sich die Hähne ihr Revier. Um Hennen anzulocken, beginnen sie mit einem herrlichen Gesang! Sobald sich ein Pärchen gefunden hat, wird ein Nest gebaut. Der Hahn hilft nicht beim Nestbau, sondern singt und verteidigt sein Revier. Nach 2- 3 Bruten, bevor der Winter kommt, schließen sich die Kanarien wieder zu einem Schwarm zusammen. Es gibt Gesangs-, Gestalt- und Farbkanarien. Gesangskanarien erkennt man an ihren einzigartigen melodischen Gesang! Es gibt viele Varianten der Gestalt- und Farbkanarien: Z.B. weiß, gelb, orange, Dunkelrot, gesprengelt, 2-farbig, Hauben!

Haltung:

Obwohl ein Kanarie eher ein kleiner Vogel ist, sollte er trotzdem in einer Voliere gehalten werden. Aber ein großer Käfig mit täglichem Freiflug ist auch ok. Kanarien sind gute und ausdauernde Flieger. Sie baden sehr, sehr gerne und sind auch gut in einer Mietswohnung zu halten, da sie sehr leise sind. Auch sollten frische Äste zum Nagen zur Verfügung stehen. Am Besten ist es, wenn man die Sitzstangen gegen Naturäste tauscht.

Ernährung:

Kanarienfutter, Obst, Gemüse, Kräuter, Mineral- oder Vitaminkalk und Sepia. Während der Brut Eifutter und Keimfutter.

Brut:

Bei der Zucht von Gesangskanarien wird besonders auf einen schönen Gesang Wert gelegt, z.B. Harzer Roller, Wasserschläger. Bei der Zucht von Farbkanarien entstanden im Laufe der Zeit viele unterschiedliche Farben, wie z.B. weiß, rot, orange-rot, orange, braun, silber-braun, orange-braun usw. Bei der Zucht von Gestalt- oder Positurkanarien weicht das Äußere von der ursprünglichen Form ab. Es wird unterschieden zwischen: kleine, große, gebogene, frisierte und glatte Rassen. Dazu gehören dt. Haubenkanarie, Crested-Kanarie, Gloster und Fancy Corona.

Die Henne legt zwischen 2-5 Eier im Abstand von 1 Tag. Brutzeit: 13-14 Tage. Wenn die Küken geschlüpft sind, wird Eifutter gegeben und ab dem 4. Tag auch Grünfutter. Bis zum 6. Tag sind die Küken nackt und die Augen sind geschlossen. Mit dem 12. Tag sind die Federchen durchgebrochen und man erkennt die Farbe. Ab dem 14. Tag beginnt der Fluchttrieb! Jetzt kann das Eifutter langsam abgesetzt werden. Dann werden die Küken das Nest verlassen, werden aber noch bis zum 30. Tag von der Mutter gefüttert. Nach 8-10 Wochen beginnt die Jungmauser!