Halsbandsittich oder kl. Alexandersittich (Psittacula krameri):
Unsere Alexandersittich-Pärchen: "Antonia" und "Aramis"...
...und "Eowyn" und "Aragon".
Und hier ist unser Angsthase "Aramis" mit seiner neuen Henne "Julie"!
Der Halsbandsittich oder auch kl. Alexandersittich gehört zu den Edelsittichen. Er lebt in Afrika und Asien und ursprünglich in den Trockenwäldern, Dornbuschsavannen und offenen Landschaften mit Baumbestand, heute aber auch in den Kulturflächen wie zum Beispiel Plantagen, Gärten und Feldern. Es gibt vier Unterarten: der afrikanische Halsbandsittich(Psittacula kramerim krameri), das ist die Nominatform, die im Senegal, Guinea, Süd-Mauretanien, Westafrika, Westuganda und Südsudan lebt - der indische Halsbandsittich (Psittacula krameri manillenis), der etwas größer und dunkler als die Nominatform ist und der in Sri Lanka, Ceylon und Südindien beheimatet ist - der abessinische Halsbandsittich (Psittacula krameri parvirostris), der ungefähr die Größe der Nominatform hat (40cm) und der im Sudan, Nord-Äthiopien und Südwest-Somelia lebt und den Neumanns Halsbandsittich )Psittacula krameri borealis), der mit 43cm wieder etwas größer als die Nomiantform ist und der in Nord-Indien, Palistan, Burma, Zentral-Birma, Assam, Südost-china und Nepal zuhause ist. Aber bei uns in Europa wird meistens der indische Halsbandsittich gehalten. Die Hähne der Halsbandsittiche haben, wie der Name schon sagt, einen Halsring und einen Nackenstreifen! Diese fehlen bei den Hennen. Die Jungvögel ähneln den Weibchen, haben aber einen kürzeren Schwanz. Halsbandsittiche haben eine Lebenserwartung von ca. 20-30 Jahren.
Verhalten:
Halsbandsittiche sind sehr ausdauernd und meistens nicht scheu. Sie können angenehm zwitschern, aber auch manchmal schrill und laut rufen. Halsbandsittiche nagen gerne und viel. Deshalb sollten ihnen immer frische Knabberzweige, auch mit Knospen oder Blüten, zur Verfügung stehen. Sie baden sehr, sehr gerne, aber auch Sprühbäder sind sehr beliebt! Bei den Hähnen besteht ein ausgeprägtes Balzverhalten. Deshalb sollten Paare während der Brut getrennt werden. Bei den Halsbandsittichen besteht keine feste Paarbindung.
Haltung:
Halsbandsittiche leben ursprünglich in Schwärmen und sind sehr gesellig. Deshalb können, außerhalb der Brutzeit, auch mehrere Paare zusammen in einer Voliere gehalten werden. Sie sind empfindlich gegen Frost! Deshalb sollte in einer Außenvoliere aus Metall ein frostfreier Schutzraum zur Verfügung stehen. Innenvolieren (auch aus Metall) sollten mindestens 2 x 1 x 2m groß sein, da sie sehr gute Flieger sind!
Ernährung:
Die Hauptnahrung der Halsbandsittiche besteht aus Großsittichfutter (verschiedene Hirsesorten, wenig Sonnenblumenkerne, Hafer, Hanf, Weizen, Buchweizen, Glanz), Wildsamen, viel Obst, Grünfutter, Gemüse, Beeren, Keimfutter, Eifutter und Blütenpollen! Obst, Gemüse und Kräuter: siehe Nymphensittich!
Brut:
Wie schon oben erwähnt, sollen Paare während der Brut alleine gehalten werden, da die Hähne meistens aggressiv reagieren. Halsbandsittiche sind ungefähr ab dem 3. Lebensjahr fortpflanzungsfähig. Brutzeit: März - April. Die Henne legt im Abstand von 2 Tagen ihre Eier (4-6), die dann ab dem 2. Ei bebrütet werden. Die Henne brütet alleine und wird in dieser Zeit vom Hahn gefüttert. Die Brutdauer beträgt ca. 23 Tage und nach einer Nestlingszeit von ca. 6-7 Wochen verlassen die Kleinen dann das Nest. Nach ca. 3 Wochen sind sie dann selbständig!
Farbschläge:
Es sind noch keine Mutationen bei der Nominatform bekannt!